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  <title>Energieausweis-Blog — News</title>
  <subtitle>Kurze Meldungen mit Einordnung — Gesetzeslage, Förderung und Markt rund um den Energieausweis.</subtitle>
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  <updated>2026-08-19T00:00:00Z</updated>
  <id>https://www.energieausweis-blog.de/</id>
  <author>
    <name>Konrad Bauer</name>
    <email>konrad@energieausweis-blog.de</email>
  </author>
  <entry>
    <title>Ab 2027 kein Verbrauchsausweis mehr für Gewerbeobjekte</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/verbrauchsausweis-nichtwohngebaeude-entfaellt/" />
    <updated>2026-08-19T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/verbrauchsausweis-nichtwohngebaeude-entfaellt/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Unter den Änderungen, die zum 1. Januar 2027 greifen, ist eine für Eigentümer von Büros, Läden, Praxen und Werkstätten unmittelbar spürbar: Für Nichtwohngebäude sind Energieverbrauchsausweise nach der Aussage des Bundesportals nicht mehr vorgesehen. Bleibt der Bedarfsausweis — mit Bauteilaufnahme und Bilanzierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die naheliegende Sorge lautet: Damit wird es teuer. Das stimmt, aber nicht aus dem Grund, der meistens genannt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Faustformel lautet: Verbrauchsausweis günstig, Bedarfsausweis teuer. Innerhalb desselben Anbieters trifft sie zu — der Aufschlag lag in einer Markterhebung vom 16. August 2026 bei 30 bis 50 Euro. Über Anbieter hinweg kehrt sich das Verhältnis um, sobald ein Ortstermin ins Spiel kommt: Ein online erstellter Bedarfsausweis war ab 89 Euro zu haben, ein Verbrauchsausweis mit Vor-Ort-Aufnahme ab 250 Euro. Preisbestimmend ist der Weg zu den Daten, nicht die Rechenmethode auf dem Dokument.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Werte stammen aus einer Erhebung für Wohngebäude. Für Nichtwohngebäude gibt es keine vergleichbare Marktübersicht — dort hängt der Preis an Größe, Zonierung und Nutzungsprofil und wird einzeln kalkuliert. Eine belastbare Preisspanne lässt sich daraus nicht ableiten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Warum der Bedarfsausweis beim Gewerbeobjekt aufwendiger ist&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein Nichtwohngebäude wird nicht als ein Raumklima gerechnet, sondern in Zonen: Verkaufsfläche, Büro, Lager und Sozialräume haben verschiedene Soll-Temperaturen, Nutzungszeiten und Beleuchtungsanforderungen. Jede Zone geht mit eigenen Randbedingungen in die Bilanz ein. Genau dieser Aufwand entfiel bisher, wenn stattdessen drei Jahre Verbrauchsabrechnungen ausgewertet werden durften.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Bedarfsausweis ohne Datenaufnahme ist keine Ersparnis.&lt;/strong&gt; Wer für ein Gewerbeobjekt einen Bedarfsausweis zum Pauschalpreis ohne eine einzige Rückfrage zu Bauteilen, Zonen und Anlagentechnik angeboten bekommt, kauft kein günstiges Verfahren, sondern ein unvollständiges. Die Angaben, aus denen gerechnet wird, muss irgendwer erheben — entweder vor Ort oder aus belastbaren Unterlagen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was jetzt zu tun ist — und was nicht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein vor dem Stichtag ausgestellter Verbrauchsausweis für ein Nichtwohngebäude bleibt gültig. Die Gültigkeitsdauer knüpft an das Ausstellungsdatum, nicht an die Rechtslage im Verwendungsjahr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer 2026 ohnehin einen Ausweis braucht, hat damit ein Zeitfenster: Der heute ausgestellte Verbrauchsausweis läuft zehn Jahre, auch über 2027 hinaus. Wann ein Ausweis abläuft und wann ein neuer fällig wird, rechnet der &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/werkzeuge/ablauf-checker/&quot;&gt;Ablauf-Checker&lt;/a&gt; aus dem Ausstellungsdatum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was für Nichtwohngebäude sonst gilt — Kennwert, Aushangpflicht, künftige Klassen —, steht im Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/nichtwohngebaeude-energieausweis/&quot;&gt;Energieausweis für Nichtwohngebäude&lt;/a&gt;. Die Kostenfrage im Detail behandelt &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/was-kostet-ein-verbrauchsausweis/&quot;&gt;Was kostet ein Verbrauchsausweis?&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
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    <title>Wie aussagekräftig ist der Energieausweis wirklich?</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/streit-um-die-aussagekraft/" />
    <updated>2026-08-12T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/streit-um-die-aussagekraft/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Mit Artikel 2 des Änderungsgesetzes wird der Energieausweis-Teil des Gesetzes zum 1. Januar 2027 in weiten Teilen neu gefasst. Damit kehrt eine Debatte zurück, die den Ausweis seit seiner Einführung begleitet: Wie belastbar ist das, was auf dem Dokument steht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der meistzitierte Befund dazu stammt aus einer Untersuchung im Auftrag des damaligen Bundesbauministeriums. Sie wertete 94 Energieausweise für Wohngebäude nach der Energieeinsparverordnung 2007 aus — 65 Verbrauchs- und 29 Bedarfsausweise — und kam zu einem Ergebnis, das der verbreiteten Rangfolge widerspricht.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;pj-diagramm&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__titel&quot;&gt;Anteil der Ausweise, die den Wert annähernd zutreffend darstellten&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeilen&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Verbrauchsausweise&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:66%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;66&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Bedarfsausweise&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:29%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;29&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption&gt;Skala bis 100 % &lt;span aria-hidden=&quot;true&quot;&gt;·&lt;/span&gt; BMVBS-Online-Publikation Nr. 01/2011, Stichprobe von 94 Ausweisen — 65 Verbrauchs- und 29 Bedarfsausweise. Für die Verbrauchsausweise galt eine Toleranz von 5 Prozent.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Der damalige Präsident von Haus &amp;amp; Grund, Rolf Kornemann, zog daraus eine Forderung: „Die vorherrschende Auffassung, der Energieverbrauchsausweis sei schlechter als der Bedarfsausweis, ist schlicht unzutreffend. Der Gesetzgeber muss sich jetzt den Tatsachen stellen und den Verbrauchsausweis umgehend wieder für alle Wohngebäudearten zulassen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Befund ist alt und die Stichprobe klein.&lt;/strong&gt; Die Untersuchung stammt aus dem Januar 2011, bezieht sich auf die Energieeinsparverordnung 2007 und beruht auf 94 Dokumenten. Wer die Zahlen 29 und 66 zitiert, sollte das Alter und den Stichprobenumfang mitzitieren. Eine neuere Untersuchung mit derselben Fragestellung ist nicht bekannt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Warum die beiden Werte überhaupt auseinanderfallen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sie messen Verschiedenes, und beide Rechenwege haben eine bekannte Schwachstelle.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;pj-vergleich&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-vgl-karte&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-vgl-karte__kopf&quot;&gt;&lt;p class=&quot;pj-h3&quot;&gt;Bedarfsausweis&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class=&quot;pj-karte__text&quot;&gt;Rechnet aus Gebäudehülle und Anlagentechnik, unter genormten Annahmen zu Innentemperatur, Nutzung und Klima. Vom Verhalten der Bewohner unabhängig — und deshalb auch von deren tatsächlichem Verbrauch entkoppelt.&lt;/p&gt;&lt;dl class=&quot;pj-fakten&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Eingangsgrößen&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;Bauteile, U-Werte, Anlagentechnik&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Schwachstelle&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;genormte Annahmen statt Wirklichkeit&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;/dl&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-vgl-karte&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-vgl-karte__kopf&quot;&gt;&lt;p class=&quot;pj-h3&quot;&gt;Verbrauchsausweis&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class=&quot;pj-karte__text&quot;&gt;Rechnet aus den Abrechnungen der zurückliegenden Jahre, witterungsbereinigt und um Leerstand korrigiert. Nah an der Realität des betrachteten Zeitraums — und damit am Verhalten genau der Menschen, die dort gewohnt haben.&lt;/p&gt;&lt;dl class=&quot;pj-fakten&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Eingangsgrößen&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;Verbrauchsabrechnungen&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Schwachstelle&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;hängt am Nutzerverhalten&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;/dl&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die Deutsche Energie-Agentur weist seit Jahren auf erhebliche Abweichungen zwischen berechnetem Bedarf und tatsächlichem Verbrauch hin. Eine spätere Felduntersuchung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Online-Publikation 01/2022) empfiehlt, den Ausweis um finanzielle Kenngrößen zu ergänzen — also um das, was Eigentümer und Mieter tatsächlich suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Praxis ändert der Streit nichts an der Frage, die zuerst zu klären ist: Welche Ausweisart ist für das eigene Gebäude überhaupt zulässig? Die Wahl ist nicht immer frei — der &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/werkzeuge/ausweis-wegweiser/&quot;&gt;Ausweis-Wegweiser&lt;/a&gt; klärt sie in vier Fragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum 1. Januar 2027 fällt der Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude weg, und die Datenbasis für Wohngebäude soll von 36 auf 24 Monate sinken. Ob der Gesetzgeber die Kritik an der Aussagekraft dabei aufgreift, ist dem bisher zugänglichen Material nicht zu entnehmen. Was belegt ist und was nicht, trennt der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/geg-2026-was-sich-aendert/&quot;&gt;GEG 2026: was sich beim Energieausweis ändert&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title>Bußgeldrahmen bleibt: 10.000 Euro, neue Paragraphen</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/bussgeldrahmen-bleibt/" />
    <updated>2026-08-04T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/bussgeldrahmen-bleibt/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Mit dem Inkrafttreten des Änderungsgesetzes am 29. Juli 2026 heißt das Stammgesetz Gebäudemodernisierungsgesetz, und die Tatbestände der Bußgeldvorschrift sind neu durchgezählt worden. Die Zahl, nach der am häufigsten gesucht wird, ist davon unberührt geblieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Höchstbetrag liegt unverändert bei 10.000 Euro (§ 108 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2). Neu sind die Nummern, nicht der Betrag. Ebenfalls unverändert ist, woran die Ahndung überhaupt hängt: Der Einleitungssatz des § 108 Absatz 1 verlangt vorsätzliches oder leichtfertiges Handeln. Einfache Unachtsamkeit erfüllt den Tatbestand nach dem Wortlaut nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer leichtfertig statt vorsätzlich handelt, kann im Höchstmaß nur mit der Hälfte belangt werden, also 5.000 Euro. Verfolgt werden kann die Ordnungswidrigkeit zwei Jahre lang (§ 31 Absatz 2 Nummer 2 OWiG).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Ratgebern kursiert die Spanne „5.000 bis 50.000 Euro“. Sie vermischt drei getrennte Stufen des § 108 Absatz 2. Nur die mittlere betrifft den Energieausweis, und sie liegt bei 10.000 Euro. Die 50.000 Euro gelten Verstößen gegen bauliche und energetische Anforderungen, nicht dem Dokument. Die vollständige Aufschlüsselung samt Tatbeständen steht im Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/bussgeld-bei-verstoessen/&quot;&gt;Energieausweis-Strafe: was Verstöße wirklich kosten&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was sich mittelfristig ändern dürfte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nicht die Höhe, sondern die Entdeckungswahrscheinlichkeit. Bußgeldverfahren rund um den Energieausweis beginnen in aller Regel mit einer Immobilienanzeige, in der die Pflichtangaben nach § 87 Absatz 1 fehlen — das ist der einzige Teil der Pflichtenkette, den eine Behörde ohne Mitwirkung des Eigentümers sehen kann. Die EU-Gebäuderichtlinie verlangt ein nationales Gebäuderegister; ein maschineller Abgleich zwischen Inserat und Registereintrag wäre damit erstmals technisch möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass einzelne Bundesländer Inserate bereits softwaregestützt prüfen, wird berichtet — veröffentlichte Zahlen zur Verwaltungspraxis gibt es dazu nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein fehlender oder abgelaufener Energieausweis allein ist im Übrigen keine Ordnungswidrigkeit. Erst ein Anlass — Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder ein Inserat dafür — löst die Pflichten aus, an die die Bußgeldtatbestände anknüpfen.&lt;/p&gt;
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    <title>Nichtwohngebäude: A-bis-G-Skala kommt zum 1. Januar 2027</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/a-g-skala-nichtwohngebaeude/" />
    <updated>2026-07-30T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/a-g-skala-nichtwohngebaeude/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Zum kommenden Jahreswechsel ändert sich, was ein Energieausweis enthält. Drei Punkte
stechen heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Klasseneinteilung für Nichtwohngebäude.&lt;/strong&gt; Die Buchstabenskala, die es bislang nur für
Wohngebäude gibt, soll auf Nichtwohngebäude ausgeweitet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Digitale, maschinenlesbare Ausstellung.&lt;/strong&gt; Der Ausweis soll nicht mehr nur als PDF zum
Ausdrucken existieren, sondern in einem auswertbaren Format.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine andere Bezugsfläche.&lt;/strong&gt; Jeder Kennwert ist ein Bruch aus Energie und Fläche. Der Nenner wechselt auf die beheizte oder gekühlte Nettoraumfläche nach DIN 277 — zwei Ausweise über den Stichtag hinweg sind damit nicht mehr ohne Weiteres vergleichbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Häufig heißt es, der Ausweis werde künftig zusätzlich CO₂ ausweisen. Das trifft nicht zu. Die Treibhausgasangabe steht schon heute in jedem Energieausweis, für Bedarfs- und Verbrauchsausweis gleichermaßen. Neu ist etwas anderes: ein Bericht über die Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus. Der bekommt einen eigenen Paragraphen und eine eigene Ausstellungsberechtigung — und ist ein eigenes Dokument, nicht Teil des Ausweises. Wo die CO₂-Zahl heute steht und was sie aussagt, erklärt der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/treibhausgasemissionen-im-ausweis/&quot;&gt;CO₂-Emissionen im Energieausweis&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für bestehende Ausweise ändert sich nichts: Sie laufen bis zu ihrem Ablaufdatum weiter.
Wer 2026 einen Ausweis erstellen lässt, bekommt einen nach heutigem Muster — und darf ihn
zehn Jahre verwenden.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title>GEG 2026 in Kraft: was jetzt gilt</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/geg-2026-in-kraft/" />
    <updated>2026-07-29T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/geg-2026-in-kraft/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes ist in Kraft. Wirksam sind zunächst die Regeln zum
Heizen; die Vorgaben, die den Energieausweis betreffen, greifen erst zum Jahreswechsel
2026/2027.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Für Eigentümer heißt das:&lt;/strong&gt; Ein vor 2027 ausgestellter Energieausweis behält seine vollen zehn Jahre Gültigkeit. Es entsteht keine Pflicht, ihn vorzeitig zu ersetzen, und auch keine Pflicht zu einer Nachbewertung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Für laufende Vermarktungen heißt das:&lt;/strong&gt; Die Pflichtangaben in Inseraten bleiben
unverändert. Wer heute inseriert, arbeitet mit dem Ausweis, den er hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was sich zum 1. Januar 2027 ändert, sammeln wir in der Zeitleiste auf der
&lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/news/&quot;&gt;News-Übersicht&lt;/a&gt;. Den Hintergrund zu den Kennwerten erklärt die Kategorie
&lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/kategorie/kennwerte/&quot;&gt;Kennwerte lesen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title>Verkündung im Bundesgesetzblatt: der Fahrplan steht</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/verkuendung-bundesgesetzblatt/" />
    <updated>2026-07-28T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/verkuendung-bundesgesetzblatt/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Das Gesetz ist im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Damit steht der zeitliche Ablauf
fest, über den seit Monaten spekuliert wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Praktisch bedeutsam ist die &lt;strong&gt;Staffelung&lt;/strong&gt;: Nicht alle Teile treten gemeinsam in Kraft.&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&quot;pj-zeitleiste&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;23.07.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Ausfertigung des Mantelgesetzes&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;28.07.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Verkündung im Bundesgesetzblatt&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;29.07.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Artikel 1 in Kraft — Heizungsrecht, Umbenennung, neue Paragraphennummern&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;01.01.2027&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Artikel 2 in Kraft — die Vorschriften zum Energieausweis&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p class=&quot;pj-zeitleiste__fussnote&quot;&gt;Für den Energieausweis ist der zweite Termin der maßgebliche.&lt;/p&gt;
Für den Energieausweis ist der spätere Termin der relevante — bis dahin gilt unverändert
das bisherige Recht.
&lt;p&gt;Wer eine Vermarktung plant, muss deshalb nichts abwarten. Für den Ausweis, der heute
gebraucht wird, gelten die heutigen Regeln; welche Art zulässig ist, klärt der
&lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/werkzeuge/ausweis-wegweiser/&quot;&gt;Wegweiser&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title>EU-Frist verstrichen: Gebäuderichtlinie zu spät umgesetzt</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/epbd-umsetzungsfrist-verstrichen/" />
    <updated>2026-05-29T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/epbd-umsetzungsfrist-verstrichen/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Heute läuft die Frist ab, bis zu der die Mitgliedstaaten die neu gefasste EU-Gebäuderichtlinie (Richtlinie (EU) 2024/1275) in nationales Recht umsetzen mussten. Deutschland hält sie nicht ein: Der Regierungsentwurf eines Gebäudemodernisierungsgesetzes wurde erst am 13. Mai 2026 vom Kabinett beschlossen und ist noch im parlamentarischen Verfahren. Ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland läuft bereits seit dem 27. März 2025 — dort ging es um eine frühere Teilfrist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Eigentümer, Vermieter und Käufer ändert die verstrichene Frist nichts. Eine Richtlinie richtet sich an den Mitgliedstaat, nicht an Privatpersonen, und entfaltet zwischen ihnen keine unmittelbare Wirkung. Maßgeblich bleibt das Gebäudeenergiegesetz in der geltenden Fassung — mit den bekannten Pflichten zu Vorlage, Übergabe und Pflichtangaben im Inserat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Praktisch heißt das: Wer heute einen Energieausweis erstellen lässt, bekommt einen nach heutigem Muster — und darf ihn seine vollen zehn Jahre verwenden. Eine Pflicht, ihn nach der Umsetzung vorzeitig zu ersetzen, ist in keinem der vorliegenden Entwurfsstände vorgesehen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was die Richtlinie für den Ausweis verlangt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die EPBD gibt eine harmonisierte Klassenskala von A bis G vor und verlangt, dass die Mitgliedstaaten ein nationales Gebäuderegister aufbauen, in dem Energieausweisdaten zusammenlaufen. Wie weit der deutsche Entwurf dabei geht, ist erst am verkündeten Gesetzestext ablesbar — die Skala jedenfalls soll nach dem Kabinettsentwurf nur für Nichtwohngebäude kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag vom 29. Juli 2026.&lt;/strong&gt; Das Änderungsgesetz ist am 28. Juli 2026 verkündet worden und seit dem 29. Juli in Kraft; die Vorschriften zum Energieausweis greifen zum 1. Januar 2027. Deutschland hat die Frist damit um zwei Monate überschritten. Was inhaltlich beschlossen wurde, ordnet der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/geg-2026-was-sich-aendert/&quot;&gt;GEG 2026: was sich beim Energieausweis ändert&lt;/a&gt; ein.&lt;/p&gt;
</content>
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    <title>Kabinett beschließt das Gebäudemodernisierungsgesetz</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/gmodg-kabinettsbeschluss/" />
    <updated>2026-05-13T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/gmodg-kabinettsbeschluss/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gebäudemodernisierungsgesetzes beschlossen. Er geht auf einen Referentenentwurf vom 5. Mai 2026 zurück und setzt die neu gefasste EU-Gebäuderichtlinie (Richtlinie (EU) 2024/1275) in deutsches Recht um. Für den Energieausweis ist es der größte Umbau seit Einführung des Gebäudeenergiegesetzes.&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&quot;pj-zeitleiste&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;05.05.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;13.05.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Kabinettsbeschluss — der Entwurf geht in das parlamentarische Verfahren&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__marke&quot;&gt;29.05.2026&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-zeitleiste__text&quot;&gt;Ablauf der EU-Frist zur Umsetzung der Gebäuderichtlinie&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p class=&quot;pj-zeitleiste__fussnote&quot;&gt;Stand dieser Meldung: 13.05.2026. Wann das Gesetz in Kraft tritt, entscheidet das parlamentarische Verfahren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was der Entwurf beim Energieausweis vorsieht&lt;/h2&gt;
&lt;figure class=&quot;pj-tabelle-figur&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-tabelle__titel&quot;&gt;Vier Punkte aus dem Regierungsentwurf&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;pj-tabelle&quot; aria-label=&quot;Vier Punkte aus dem Regierungsentwurf&quot; tabindex=&quot;0&quot;&gt;&lt;table class=&quot;pj-matrix&quot;&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Gegenstand&lt;/th&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Geltendes Recht&lt;/th&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Entwurf&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;Klassen für Wohngebäude&lt;/th&gt;&lt;td&gt;A+ bis H, Anlage 10&lt;/td&gt;&lt;td&gt;unverändert A+ bis H&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;Klassen für Nichtwohngebäude&lt;/th&gt;&lt;td&gt;keine Klasseneinteilung&lt;/td&gt;&lt;td&gt;A bis G, neue Anlage 10a&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude&lt;/th&gt;&lt;td&gt;zulässig&lt;/td&gt;&lt;td&gt;nicht mehr vorgesehen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;Form der Ausstellung&lt;/th&gt;&lt;td&gt;Papier oder PDF&lt;/td&gt;&lt;td&gt;digital und maschinenlesbar&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/section&gt;&lt;figcaption class=&quot;pj-tabelle__quelle&quot;&gt;Regierungsentwurf eines Gebäudemodernisierungsgesetzes, Kabinettsbeschluss vom 13.05.2026&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Erwartet worden war die harmonisierte Skala von A bis G für alle Gebäude. Für Wohngebäude kommt sie nicht: Der Entwurf führt sie über eine neue Anlage 10a ausschließlich für Nichtwohngebäude ein — also für Gebäude, die bisher überhaupt keine Klasse hatten. Wohnhäuser behalten A+ bis H. Die Anpassung der Wohngebäude-Skala ist auf eine spätere Novelle verschoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Eigentümer von Büros, Läden, Praxen und Werkstätten ist der dritte Punkt der härteste: Der verbrauchsbasierte und damit günstigere Weg soll für Nichtwohngebäude wegfallen. Übrig bliebe der Bedarfsausweis mit Bauteilaufnahme und Bilanzierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Entwurf ist noch kein Gesetz.&lt;/strong&gt; Bundestag und Bundesrat können den Text ändern, und gerade beim Energieausweis liegt der maßgebliche Wortlaut noch nicht öffentlich vor. Bis das Gesetz verkündet ist, gilt das Gebäudeenergiegesetz unverändert weiter — und ein heute ausgestellter Ausweis behält seine volle Laufzeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag vom 29. Juli 2026.&lt;/strong&gt; Das Änderungsgesetz ist am 28. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und seit dem 29. Juli in Kraft. Für den Energieausweis wirksam werden die hier beschriebenen Änderungen allerdings erst zum 1. Januar 2027 — was genau, steht im Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/geg-2026-was-sich-aendert/&quot;&gt;GEG 2026: was sich beim Energieausweis ändert&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Wertschere: was die Effizienzklasse am Preis ausmacht</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/wertschere-nach-effizienzklasse/" />
    <updated>2026-02-05T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/wertschere-nach-effizienzklasse/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Zwei große Immobilienportale haben ihre Angebotsdaten nach Effizienzklassen ausgewertet, und beide kommen zu demselben Bild: Die Schere zwischen effizienten und ineffizienten Wohnimmobilien geht auf. Über die Größe des Effekts sagen sie allerdings sehr Verschiedenes — je nachdem, ob sie rechnerisch bereinigt wurde oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ImmoScout24 hat den Zeitraum vom ersten Quartal 2021 bis zum vierten Quartal 2025 betrachtet: Eigentumswohnungen der Klasse A gewannen in diesen fünf Jahren rund 13 Prozent an Wert, die Klassen G und H verloren jeweils rund 12 Prozent. Zwischen dem oberen und dem unteren Ende liegen damit 25 Prozentpunkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immowelt hat die 2024 inserierten Objekte hedonisch bereinigt — also den Einfluss von Lage, Größe und Baujahr herausgerechnet — und die Klasse D als Referenz gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;pj-tabelle-figur&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-tabelle__titel&quot;&gt;Preisabstand zur Referenzklasse D, hedonisch bereinigt&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;pj-tabelle&quot; aria-label=&quot;Preisabstand zur Referenzklasse D, hedonisch bereinigt&quot; tabindex=&quot;0&quot;&gt;&lt;table class=&quot;pj-matrix&quot;&gt;&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Klasse&lt;/th&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Einfamilienhäuser&lt;/th&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot;&gt;Eigentumswohnungen&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;A+&lt;/th&gt;&lt;td&gt;+16 Prozent&lt;/td&gt;&lt;td&gt;+23 Prozent&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;A&lt;/th&gt;&lt;td&gt;nicht ausgewiesen&lt;/td&gt;&lt;td&gt;+23 Prozent&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;D (Referenz)&lt;/th&gt;&lt;td&gt;±0&lt;/td&gt;&lt;td&gt;±0&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;row&quot;&gt;H&lt;/th&gt;&lt;td&gt;−14 Prozent&lt;/td&gt;&lt;td&gt;−4 Prozent&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/section&gt;&lt;figcaption class=&quot;pj-tabelle__quelle&quot;&gt;Immowelt-Auswertung der 2024 inserierten Objekte&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Bemerkenswert ist die letzte Zeile: Bei Wohnungen schlägt eine schlechte Klasse deutlich weniger durch als bei Häusern. Immowelt-Geschäftsführer Piet Derriks ordnet die Entwicklung so ein, dass der energetische Zustand „aus Käufersicht immer wichtiger“ werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Zusammenschau mehrerer Studien kommt für Einfamilienhäuser auf denselben Korridor.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;pj-diagramm&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__titel&quot;&gt;Bereinigter Preisabschlag gegenüber Klasse D — Einfamilienhäuser&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeilen&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Klasse F&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:35%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;7&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Klasse G&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:50%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;10&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Klasse H&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:68%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;13,6&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption&gt;Skala bis 20 % &lt;span aria-hidden=&quot;true&quot;&gt;·&lt;/span&gt; Zusammenschau hedonisch bereinigter Auswertungen, unter anderem von IW Köln und Immowelt. Bereinigt heißt: Lage, Größe, Baujahr und Ausstattung sind herausgerechnet. Unbereinigte Vergleiche liegen deutlich höher, messen aber zum Teil andere Eigenschaften mit.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bis zu 51 Prozent ist keine vergleichbare Zahl.&lt;/strong&gt; Unbereinigte Schlagzeilenwerte vergleichen das, was tatsächlich am Markt steht: ein unsaniertes Haus von 1960 in schwacher Lage gegen einen Neubau in guter. Der Abstand misst dann Lage, Baujahr, Grundriss und Zustand mit — nicht die Effizienzklasse. Wer mit einer solchen Zahl in eine Preisverhandlung geht, argumentiert mit dem falschen Wert.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was daraus folgt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der belastbare Korridor liegt bei rund 7 bis 17 Prozent, je nach Gebäudeart und Klasse. Das ist weniger dramatisch als die Schlagzeilen, aber immer noch ein Betrag, der bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus fünfstellig wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie groß der Anteil schlechter Klassen im Bestand ist, zeigt dieselbe Immowelt-Auswertung: 36,8 Prozent der 2024 inserierten Wohnimmobilien lagen schlechter als E — 2020 waren es 28 Prozent. Bei freistehenden Häusern sind es 51,9 Prozent, im Landkreis Holzminden 79,5 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Verkäufer heißt das nicht automatisch „vorher sanieren“. Der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/sanierungsbeduerftiges-haus-verkaufen/&quot;&gt;Sanierungsbedürftiges Haus verkaufen&lt;/a&gt; rechnet durch, wann sich das lohnt und wann der Abschlag günstiger ist als die Maßnahme. Welche Pflichten beim Verkauf ohnehin gelten, steht in &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/energieausweis-beim-hausverkauf/&quot;&gt;Energieausweis beim Hausverkauf&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
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  <entry>
    <title>Abzocke mit dem Energieausweis: Anruf, Haustür, Rechnung</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/abzocke-mit-dem-energieausweis/" />
    <updated>2026-01-27T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/abzocke-mit-dem-energieausweis/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Das Muster ist seit Jahren dasselbe. Ein Anruf, angeblich im Auftrag einer Behörde oder eines Verbands, dann die Auskunft, jeder Haushalt brauche jetzt einen Energieausweis — und wenige Tage später eine Rechnung. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat einen solchen Fall dokumentiert: Eine Firma warb telefonisch für Energieausweise und forderte anschließend 99,90 Euro. Für 2026 warnen Verbraucherschützer zusätzlich vor Haustürgeschäften angeblicher „Energieberater“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Satz am Telefon ist frei erfunden. Die Pflicht knüpft an einen Anlass, nicht an das Wohnen. Erst Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung oder ein Neubau lösen sie aus. Wer in seinem Haus wohnen bleibt, braucht keinen Ausweis — und schuldet niemandem einen. Welche Fälle das im Einzelnen sind, steht im Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/wann-kein-energieausweis-noetig/&quot;&gt;Wann Sie keinen Energieausweis brauchen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Behördenzahlen für 2025&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Bundesnetzagentur hat am 26. Januar 2026 ihre Jahresbilanz zur unerlaubten Telefonwerbung vorgelegt. Sie führte 2025 dreizehn größere Bußgeldverfahren, Schwerpunkt Energiewirtschaft, und verhängte Geldbußen von über 1,099 Millionen Euro — nach 1,373 Millionen Euro im Jahr 2024. Das höchste Einzelbußgeld gegen ein Energieunternehmen lag bei 210.000 Euro und wurde am 18. Dezember 2025 verhängt. Präsident Klaus Müller: „Wir gehen weiter mit großem Nachdruck gegen Unternehmen vor, die unerlaubte Telefonwerbung betreiben.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fünf Fragen vor der Beauftragung:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Nennt das Angebot die Ausstellungsberechtigung nach § 88 GEG, also Beruf und Qualifikation der ausstellenden Person?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fragt ein Anbieter, der einen Bedarfsausweis verkauft, überhaupt nach Bauteilen, Dämmung und Fenstern?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ist die Registriernummer im Preis enthalten und nicht erst nach Zahlung in Aussicht gestellt?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kommt der Vertrag schriftlich zustande und nicht im Telefonat?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gibt es eine ladungsfähige Anschrift und ein Impressum?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wer keine dieser Fragen mit Ja beantworten kann, hat kein günstiges Angebot vor sich, sondern ein unseriöses. Verträge, die am Telefon oder an der Haustür zustande kommen, sind in aller Regel widerruflich; wer bereits gezahlt hat, wendet sich an die Verbraucherzentrale seines Landes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein erfundener Verbrauchsausweis fällt kaum auf.&lt;/strong&gt; Die zweite, leisere Variante ist der Ausweis mit frei erfundenen Werten. Für Käufer ist das schwer nachweisbar: Der Kennwert steht auf dem Papier, die zugrunde liegenden Abrechnungen sieht niemand. Ein belastbarer Verbrauchsausweis beruht auf einer lückenlosen Verbrauchsreihe — wer keine Abrechnungen anfordert, kann keine ausgewertet haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer ausstellen darf und woran sich das prüfen lässt, steht im Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/wer-darf-ausstellen/&quot;&gt;Wer darf einen Energieausweis ausstellen?&lt;/a&gt;. Was ein Ausweis realistisch kostet und wo die Preisunterschiede tatsächlich herkommen, zeigt die Markterhebung in &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/was-kostet-ein-verbrauchsausweis/&quot;&gt;Was kostet ein Verbrauchsausweis?&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content>
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  <entry>
    <title>dena-Gebäudereport 2026: Klimaziele weiter verfehlt</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/dena-gebaeudereport-2026/" />
    <updated>2026-01-26T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/dena-gebaeudereport-2026/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die Deutsche Energie-Agentur hat ihren Gebäudereport 2026 vorgestellt. Er ist die jährliche Bestandsaufnahme des Gebäudesektors, und die Botschaft der Geschäftsführungsvorsitzenden Corinna Enders fällt nüchtern aus: Der Sektor verfehlt seine Klimaziele weiter.&lt;/p&gt;
&lt;dl class=&quot;pj-fakten&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;CO₂-Emissionen im Gebäudesektor 2024&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;100,5 Mio. Tonnen&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Veränderung gegenüber 2023&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;−2,3 Prozent&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Veränderung gegenüber 1990&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;−43 Prozent&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Wärmepumpen-Anteil am Heizungsbestand 2024&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;4,3 Prozent&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;dt&gt;Geförderte Energieberatungen 2024&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;163.872&lt;/dd&gt;&lt;/div&gt;&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Die Zahl, die den Zustand des Bestands am deutlichsten beschreibt, steht daneben: „Mehr als fünf Millionen Heizungen sind älter als 30 Jahre.“ Die geförderten Energieberatungen stiegen gegenüber 2023 um rund 30 Prozent — Beratung wird nachgefragt, der Austausch folgt langsamer.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was das mit dem Energieausweis zu tun hat&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Energieausweis ist das Dokument, in dem sich beides niederschlägt: Er weist die eingesetzte Anlagentechnik aus und rechnet ihren Energieträger über den Primärenergiefaktor ein. Ein 30 Jahre alter Kessel ist deshalb keine Randnotiz, sondern eine Position im Rechenweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zahlen stammen aus dem dena-Report, nicht aus Energieausweisen. Der Report beschreibt den Bestand statistisch; ein Energieausweis beschreibt genau ein Gebäude. Beide beantworten verschiedene Fragen und lassen sich nicht ineinander umrechnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welcher Kesseltyp im eigenen Haus steht, ist am Typenschild ablesbar — der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/heizkessel-am-typenschild-erkennen/&quot;&gt;Brennwert- oder Niedertemperaturkessel&lt;/a&gt; zeigt, woran. Was ein Austausch am Kennwert bewegt, rechnet der Beitrag &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/heizungstausch-wirkung-kennwert/&quot;&gt;Neue Heizung im Energieausweis&lt;/a&gt; durch — und zwar getrennt nach Endenergie und Heizkosten, denn beides fällt auseinander.&lt;/p&gt;
</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Postbank Wohnatlas: 1.782 Euro Aufschlag je Quadratmeter</title>
    <link href="https://www.energieausweis-blog.de/news/postbank-wohnatlas-effizienzklassen/" />
    <updated>2025-09-05T00:00:00Z</updated>
    <id>https://www.energieausweis-blog.de/news/postbank-wohnatlas-effizienzklassen/</id>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die Postbank hat den sechsten Teil ihres Wohnatlas 2025 veröffentlicht. Ausgewertet hat ihn das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut unter Leitung von Dörte Nitt-Drießelmann, Datengrundlage ist die Marktdatenbank der Value AG über alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ergebnis in einem Satz: In den sieben größten Städten kosten Eigentumswohnungen der Effizienzklassen D oder besser im Mittel 6.748 Euro je Quadratmeter — Wohnungen der Klassen E bis H werden im Schnitt 1.782 Euro je Quadratmeter günstiger angeboten.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;pj-diagramm&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__titel&quot;&gt;Aufpreis für Klasse D oder besser — vier der sieben größten Städte&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeilen&quot;&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Hamburg&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:90.9%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;2.545&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;München&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:80.6%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;2.256&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Frankfurt am Main&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:79.9%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;2.237&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;pj-diagramm__zeile&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__name&quot;&gt;Stuttgart&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__spur&quot;&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__wert&quot; style=&quot;display:block;width:36.5%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;pj-diagramm__zahl&quot;&gt;1.023&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption&gt;Skala bis 2.800 €/m² &lt;span aria-hidden=&quot;true&quot;&gt;·&lt;/span&gt; Postbank Wohnatlas 2025, Teil 6, ausgewertet vom HWWI. Für Berlin, Köln und Düsseldorf nennt die Zusammenfassung keine Einzelwerte; über alle sieben Städte gemittelt sind es 1.782 Euro je Quadratmeter. Verglichen werden Angebotspreise, nicht Kaufpreise.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Außerhalb der Großstädte fällt die Spreizung noch weiter auseinander. Den höchsten Aufschlag unter allen Landkreisen weist der oberbayerische Landkreis Miesbach mit 3.112 Euro je Quadratmeter aus. Im thüringischen Greiz kehrt sich das Verhältnis um: Dort werden effiziente Wohnungen 172 Euro je Quadratmeter günstiger angeboten als ineffiziente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bundesweit tragen 31 Prozent der angebotenen Eigentumswohnungen die Klasse D oder besser — im Landkreis Oberhavel sind es 49 Prozent, im Landkreis Prignitz 13,6 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manuel Beermann, bei der Postbank für das Immobiliengeschäft verantwortlich, ordnet den Befund so ein: Energieeffiziente Gebäude „senken nicht nur die Heizkosten, sondern schützen vor künftigen Sanierungspflichten und sichern den Wert der Immobilie“.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was das für den Energieausweis heißt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Effizienzklasse ist keine freie Angabe des Verkäufers. Sie steht im Energieausweis, und sie gehört nach § 87 Absatz 1 GEG zusammen mit Ausweisart, Kennwert, wesentlichem Energieträger und Baujahr in jede kommerzielle Immobilienanzeige. Wer verkauft, veröffentlicht die Zahl also ohnehin — die Frage ist nur, ob er sie kennt, bevor der erste Interessent sie liest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Preisunterschied ist noch kein Ursachennachweis.&lt;/strong&gt; Der Wohnatlas vergleicht Angebotspreise nach Effizienzklasse, nicht denselben Gebäudetyp mit und ohne Dämmung. Klasse, Baujahr, Bauart und Lage hängen zusammen: Ein Neubau am Stadtrand ist zugleich effizient und neu. Wie groß der Effekt der Energieeffizienz allein ist, sagen erst rechnerisch bereinigte Auswertungen — und die kommen auf deutlich kleinere Werte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Klasse ein Gebäude überhaupt erreicht, lässt sich vorab überschlagen: Der &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/werkzeuge/klassen-schaetzer/&quot;&gt;Klassen-Schätzer&lt;/a&gt; leitet sie aus Typ, Baujahr und Sanierungsstand ab. Was der Kennwert dahinter bedeutet, erklärt der Beitrag zu &lt;a href=&quot;https://www.energieausweis-blog.de/blog/kwh-pro-quadratmeter-jahr/&quot;&gt;kWh/(m²·a) im Energieausweis&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
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