Primärenergiebedarf
Auch: Primärenergie
Der Primärenergiebedarf rechnet zum Endenergiebedarf hinzu, was vor der Hauswand anfällt: Förderung, Aufbereitung, Transport und Umwandlung des Energieträgers. Er bewertet damit die Umweltwirkung der Energieversorgung und nicht die Höhe der Heizkostenrechnung.
Rechnerisch entsteht er, indem der Endenergiebedarf je Energieträger mit dessen Primärenergiefaktor multipliziert wird. Deshalb kann ein Haus mit Holzpellets einen niedrigen Primär- bei hohem Endenergiewert haben — und ein strombeheiztes Haus umgekehrt.
Für ordnungsrechtliche Anforderungen an Neubauten ist dieser Wert die maßgebliche Größe.
Beispiele
- Erdgas mit Faktor 1,1: aus 150 kWh/(m²·a) Endenergie werden 165 kWh/(m²·a) Primärenergie.
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