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Postbank Wohnatlas: 1.782 Euro Aufschlag je Quadratmeter

Effiziente Eigentumswohnungen kosten in den sieben größten Städten deutlich mehr — die Spanne reicht von 1.023 bis 2.545 Euro je Quadratmeter.

Veröffentlicht am 2 Min. Lesezeit
Illustration: eine Reihe Mehrfamilienhäuser verschiedener Baujahre nebeneinander an einer ruhigen Straße

Die Postbank hat den sechsten Teil ihres Wohnatlas 2025 veröffentlicht. Ausgewertet hat ihn das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut unter Leitung von Dörte Nitt-Drießelmann, Datengrundlage ist die Marktdatenbank der Value AG über alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte.

Das Ergebnis in einem Satz: In den sieben größten Städten kosten Eigentumswohnungen der Effizienzklassen D oder besser im Mittel 6.748 Euro je Quadratmeter — Wohnungen der Klassen E bis H werden im Schnitt 1.782 Euro je Quadratmeter günstiger angeboten.

Aufpreis für Klasse D oder besser — vier der sieben größten Städte
Hamburg2.545
München2.256
Frankfurt am Main2.237
Stuttgart1.023
Skala bis 2.800 €/m² Postbank Wohnatlas 2025, Teil 6, ausgewertet vom HWWI. Für Berlin, Köln und Düsseldorf nennt die Zusammenfassung keine Einzelwerte; über alle sieben Städte gemittelt sind es 1.782 Euro je Quadratmeter. Verglichen werden Angebotspreise, nicht Kaufpreise.

Außerhalb der Großstädte fällt die Spreizung noch weiter auseinander. Den höchsten Aufschlag unter allen Landkreisen weist der oberbayerische Landkreis Miesbach mit 3.112 Euro je Quadratmeter aus. Im thüringischen Greiz kehrt sich das Verhältnis um: Dort werden effiziente Wohnungen 172 Euro je Quadratmeter günstiger angeboten als ineffiziente.

Bundesweit tragen 31 Prozent der angebotenen Eigentumswohnungen die Klasse D oder besser — im Landkreis Oberhavel sind es 49 Prozent, im Landkreis Prignitz 13,6 Prozent.

Manuel Beermann, bei der Postbank für das Immobiliengeschäft verantwortlich, ordnet den Befund so ein: Energieeffiziente Gebäude „senken nicht nur die Heizkosten, sondern schützen vor künftigen Sanierungspflichten und sichern den Wert der Immobilie“.

Was das für den Energieausweis heißt

Die Effizienzklasse ist keine freie Angabe des Verkäufers. Sie steht im Energieausweis, und sie gehört nach § 87 Absatz 1 GEG zusammen mit Ausweisart, Kennwert, wesentlichem Energieträger und Baujahr in jede kommerzielle Immobilienanzeige. Wer verkauft, veröffentlicht die Zahl also ohnehin — die Frage ist nur, ob er sie kennt, bevor der erste Interessent sie liest.

Ein Preisunterschied ist noch kein Ursachennachweis. Der Wohnatlas vergleicht Angebotspreise nach Effizienzklasse, nicht denselben Gebäudetyp mit und ohne Dämmung. Klasse, Baujahr, Bauart und Lage hängen zusammen: Ein Neubau am Stadtrand ist zugleich effizient und neu. Wie groß der Effekt der Energieeffizienz allein ist, sagen erst rechnerisch bereinigte Auswertungen — und die kommen auf deutlich kleinere Werte.

Welche Klasse ein Gebäude überhaupt erreicht, lässt sich vorab überschlagen: Der Klassen-Schätzer leitet sie aus Typ, Baujahr und Sanierungsstand ab. Was der Kennwert dahinter bedeutet, erklärt der Beitrag zu kWh/(m²·a) im Energieausweis.

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Rechtsstand: Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.