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Welcher Ausweis passt?
Pflichten & Fristen

Wann Sie keinen Energieausweis brauchen: die Ausnahmen

Meist fehlt schlicht der Anlass. Dauerhaft ausgenommen sind unbeheizte Gebäude, die neun Arten des § 2 Abs. 2 und kleine Gebäude bis 50 Quadratmeter.

Energieberater Veröffentlicht am Aktualisiert am Fachlich geprüft von Petra Knigge, 11 Min. Lesezeit
Illustration: eine kleine Ferienhütte und ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus nebeneinander in ruhiger Landschaft

Kurz gesagt

Am häufigsten fehlt schlicht der Anlass: Ohne Verkauf, Vermietung oder Neubau entsteht keine Ausweispflicht – unabhängig davon, wie alt das Gebäude ist. Dauerhaft ausgenommen sind Gebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung weder beheizt noch gekühlt werden, die neun Gebäudearten des § 2 Abs. 2 – etwa Ställe oder echte Ferienhäuser – und „kleine Gebäude“ bis 50 m² Nutzfläche. Eine behördliche Befreiung gibt es nicht: Wer sich auf eine Ausnahme beruft, tut das auf eigene Verantwortung.

Drei Ebenen, auf denen die Ausweispflicht entfallen kann

Seit dem 28.07.2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz offiziell Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), verkündet im BGBl. 2026 I Nr. 226. Die Energieausweis-Paragraphen behalten ihre Nummern (§§ 79–88); inhaltliche Änderungen kommen erst zum 01.01.2027 und sind weiter unten gekennzeichnet.

Eine einzige Ausnahmeliste gibt es nicht – die Ausweisfreiheit folgt aus drei getrennten Ebenen des Gesetzes. Erstens kann das Gesetz für das Gebäude schon gar nicht gelten: § 2 Abs. 1 erfasst nur Gebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung beheizt oder gekühlt werden, und § 2 Abs. 2 nimmt neun weitere Gebäudearten ausdrücklich aus. Zweitens kann das Gesetz gelten, der Energieausweis-Abschnitt aber nicht: § 79 Abs. 4 befreit kleine Gebäude vollständig und Baudenkmäler teilweise. Drittens – der in der Praxis mit Abstand häufigste Fall – gilt sowohl das Gesetz als auch der Ausweis-Abschnitt, es fehlt aber schlicht der auslösende Anlass nach § 80: kein Neubau, keine Änderung, kein Verkauf, keine Vermietung.

Die Ebenen wirken unabhängig voneinander: Ein Gebäude, das schon über Ebene eins herausfällt, braucht die weitere Prüfung nicht mehr.

  1. Ebene 1 — Gilt das Gesetz für dieses Gebäude überhaupt? (§ 2 Abs. 1 und 2)

    JaWeiter zu Ebene 2.

    NeinKein Energieausweis. Das Gebäude wird nach Zweckbestimmung weder beheizt noch gekühlt, oder es fällt unter eine der neun Ausnahmen. Hier endet die Prüfung.

  2. Ebene 2 — Gilt der Energieausweis-Abschnitt? (§ 79 Abs. 4)

    JaWeiter zu Ebene 3.

    NeinKein Energieausweis. Kleine Gebäude sind vollständig befreit, Baudenkmale teilweise.

  3. Ebene 3 — Gibt es einen auslösenden Anlass? (§ 80)

    JaEin Energieausweis ist erforderlich.

    NeinKeine Pflicht. Der in der Praxis mit Abstand häufigste Fall: kein Neubau, keine Änderung, kein Verkauf, keine Vermietung.

Der häufigste Fall: kein Anlass, kein Ausweis

Wer sein Haus selbst bewohnt und weder verkauft noch neu vermietet noch baulich wesentlich ändert, braucht keinen Energieausweis – unabhängig davon, wie alt oder wie schlecht gedämmt das Gebäude ist. § 80 Abs. 1 verlangt einen Energiebedarfsausweis nur bei Errichtung, Absatz 2 nur bei einer Änderung mit Gesamtbilanzierung, Absatz 4 nur beim Verkauf und Absatz 5 nur bei Neuvermietung oder Verpachtung. Fehlt jeder dieser Anlässe, bleibt der Eigentümer verschont – ein zehn Jahre abgelaufener Ausweis ist für einen reinen Selbstnutzer folgenlos.

Achtung

Sobald einer der Anlässe eintritt, kippt die Lage sofort. Wer bisher nie einen Ausweis brauchte, aber künftig vermieten will, muss ihn spätestens zur ersten Besichtigung vorlegen – so § 80 Absatz 4 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 5 GModG.

Gebäude, für die das Gesetz gar nicht gilt

Neun Fallgruppen sind über § 2 Abs. 2 vollständig vom GModG ausgenommen – nicht nur vom Energieausweis, sondern vom gesamten Gesetz:

Die neun Fallgruppen des § 2 Abs. 2
Nr.GebäudeartPraxisbeispiel
1Betriebsgebäude zur Aufzucht/Haltung von TierenStälle
2Betriebsgebäude, großflächig und lang anhaltend offen gehaltenOffene Maschinenhallen, Feldscheunen
3Unterirdische BautenTiefgaragen, Bunker
4Unterglasanlagen und Kulturräume für PflanzenGewächshäuser, Gärtnereien
5Traglufthallen und Zelte–
6Wiederholt auf-/abbaubare Gebäude, Provisorien bis 2 Jahre geplanter NutzungsdauerBaustellencontainer, Messebauten
7Gebäude für Gottesdienst oder religiöse ZweckeKirchen, Moscheen, Synagogen (nicht: Pfarr-/Gemeindehaus)
8Wohngebäude mit unter 4 Monaten Nutzung jährlich oder unter 25 % des GanzjahresverbrauchsEchte Ferienhäuser
9Betriebsgebäude mit unter 12 °C Solltemperatur oder unter 4 Monate beheizt sowie unter 2 Monate gekühltWerkstätten, Lagerhallen
§ 2 Abs. 2 GModG

Zusätzlich fällt ein Gebäude schon über § 2 Abs. 1 heraus, wenn es nach seiner Zweckbestimmung überhaupt nicht beheizt oder gekühlt wird – eine unbeheizte Scheune braucht dafür gar keine eigene Ausnahmenummer. Maßgeblich ist die objektive Zweckbestimmung, nicht das Verhalten des jeweiligen Eigentümers: Ein zum Wohnen bestimmtes Haus wird nicht dadurch ausgenommen, dass die Heizung abgestellt bleibt.

Kleine Gebäude bis 50 Quadratmeter

Ein „kleines Gebäude“ – nicht mehr als 50 Quadratmeter Nutzfläche – ist vom gesamten Energieausweis-Abschnitt befreit, nicht nur von einzelnen Pflichten (§ 79 Abs. 4 Satz 1 i. V. m. § 3 Abs. 1 Nr. 17). Das gilt für den Rechtsstand bis 31.12.2026.

Zum 01.01.2027 verschiebt sich die Schwelle nach dem Regierungsentwurf BT-Drs. 21/6278 gleich doppelt:

50 m²

Bis 31.12.2026„nicht mehr als“ 50 m² Gebäudenutzfläche — ein Gebäude mit exakt 50 m² ist ausgenommen.

Ab 01.01.2027„weniger als“ 50 m² Nettoraumfläche nach DIN 277:2021-08 — dasselbe Gebäude wäre dann ausweispflichtig.

Zwei Verschiebungen auf einmal: die Vergleichsrichtung und die Bezugsfläche. Dieselbe Wohnung kann dadurch je nach Bezugsfläche unterschiedlich groß gerechnet werden — bei Werten nahe 50 m² lohnt ab 2027 eine Neuberechnung statt der alten Zahl.

Baudenkmal — nur eine halbe Ausnahme

Behauptet wirdDenkmalgeschützte Häuser brauchen nie einen Energieausweis.

Richtig ist

Eine der hartnäckigsten Fehlaussagen zu diesem Thema. § 79 Abs. 4 Satz 2 nimmt für ein Baudenkmal nur § 80 Absatz 3 bis 7 aus: Verkauf, Vermietung, Vorlage und Aushang. Von Absatz 1 (Neubau) und Absatz 2 (Änderung mit Gesamtbilanzierung) befreit die Vorschrift ausdrücklich nicht. Ein Baudenkmal, das umfassend energetisch saniert und dabei gesamtbilanziert wird, kann also trotz Denkmalschutz einen Energieausweis benötigen.

Nicht geklärt

Die Teilausnahme des § 79 Abs. 4 Satz 2 gilt bis zum 31.12.2026 unverändert. Ob sie darüber hinaus bestehen bleibt, ist offen. Wer ein Baudenkmal ab 2027 verkaufen oder neu vermieten will, klärt vor dem Termin mit der zuständigen Behörde oder dem Aussteller, ob er sich noch auf die Ausnahme berufen kann.

Ferien- und Wochenendhaus: die Vier-Monats-Grenze

Ein Ferienhaus ist nur dann ausgenommen, wenn eine von zwei Bedingungen erfüllt ist (§ 2 Abs. 2 Nr. 8):

weniger als 4 Monate

Nutzungsdauer

§ 2 Abs. 2 Nr. 8 GModG

unter 25 %

Verbrauchsanteil

§ 2 Abs. 2 Nr. 8 GModG

Beide Varianten stehen gleichrangig nebeneinander, nicht kumulativ. Entscheidend ist wieder die Zweckbestimmung: Ein Ferienhaus, das faktisch das ganze Jahr über bewohnt wird, verliert die Ausnahme, egal wie es im Grundbuch oder Bebauungsplan bezeichnet ist.

Landwirtschaft: ausgenommen sind einzelne Gebäude, nicht der Hof

Auf einem Hof ist nicht „die Landwirtschaft“ ausgenommen, sondern jedes Gebäude einzeln – je nach Zweckbestimmung und Beheizungsregime:

Jedes Hofgebäude einzeln geprüft
Gebäude auf dem HofAusweispflichtGrundlage
Stall, AufzuchtgebäudeAusgenommen§ 2 Abs. 2 Nr. 1
Offene Maschinenhalle, Feldscheune mit Dauer-ToröffnungAusgenommen§ 2 Abs. 2 Nr. 2
Gewächshaus, Kulturraum für PflanzenAusgenommen§ 2 Abs. 2 Nr. 4
Unbeheizte Scheune, unbeheiztes LagerVom Gesetz gar nicht erfasst§ 2 Abs. 1
Beheiztes Betriebsgebäude unter 12 °C SolltemperaturAusgenommen§ 2 Abs. 2 Nr. 9 Buchst. a
Wohnhaus, Altenteilerhaus auf dem HofVoll ausweispflichtigwie jedes Wohngebäude
Beheiztes Hofbüro, Hofladen ganzjährig über 12 °CAusweispflichtigNichtwohngebäude
§ 2 Abs. 1 und 2 GModG · Grün heißt „ausweispflichtig“, nicht „gut“

Sobald eine Scheune zu Wohnraum ausgebaut und beheizt wird, entfallen sämtliche Betriebsgebäude-Ausnahmen: Nummer 1 setzt Tierhaltung voraus, Nummer 2 dauerhafte Offenhaltung, Nummer 9 ein Betriebsgebäude – nichts davon trifft nach dem Umbau noch zu. Welcher Ausweisanlass dann greift – Errichtung, bilanzierte Änderung oder erst der spätere Verkauf bzw. die Vermietung –, ist im Einzelfall zu klären; die Grundregeln zur Neuausstellung nach baulichen Änderungen fasst der Beitrag Energieausweis erneuern zusammen. Spätestens beim ersten Verkauf oder der ersten Vermietung der umgebauten Wohnung ist ein Ausweis in jedem Fall vorzulegen und zu übergeben.

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Wann gilt ein Gebäude als „kaum beheizt“?

Für Betriebsgebäude nach § 2 Abs. 2 Nr. 9 gibt es zwei Varianten, die in Ratgebertexten häufig durcheinandergeraten:

  1. Buchstabe a — Liegt die Raum-Solltemperatur unter 12 °C?

    JaAusgenommen. Diese Bedingung allein genügt.

    NeinWeiter zu Buchstabe b.

  2. Buchstabe b — Wird das Gebäude weniger als vier Monate beheizt UND weniger als zwei Monate gekühlt?

    BeidesAusgenommen. Das Gesetz verbindet die zwei Grenzen mit „sowie“ — beide müssen gleichzeitig erfüllt sein.

    Nur einesNicht ausgenommen. Eine Halle, die drei Monate beheizt und zusätzlich drei Monate gekühlt wird, fällt nicht darunter, obwohl jeder Einzelwert für sich niedrig wirkt.

  3. Ist es überhaupt ein Betriebsgebäude?

    JaNummer 9 ist anwendbar.

    NeinDann greift Nummer 9 nicht. Die Vier-Monats-Schwelle gilt ausschließlich für die aufgezählten Betriebsgebäude — ein gewöhnliches Bürogebäude ohne Betriebscharakter kann sich darauf nicht berufen.

unter 12 °C

Solltemperatur

§ 2 Abs. 2 Nr. 9 Buchst. a GModG

weniger als 4 Monate

Heizdauer

§ 2 Abs. 2 Nr. 9 Buchst. b GModG

weniger als 2 Monate

Kühldauer

§ 2 Abs. 2 Nr. 9 Buchst. b GModG

Wer entscheidet, ob eine Ausnahme greift?

Es gibt kein Antrags- oder Feststellungsverfahren, in dem eine Behörde die Ausweisfreiheit bestätigt. § 102 Abs. 2 schließt eine behördliche Befreiung für den gesamten Teil 5 des Gesetzes – die Energieausweise – ausdrücklich aus. Wer sich auf eine Ausnahme beruft, tut das auf eigene Verantwortung; im Streitfall entscheiden Gerichte allenfalls inzident, etwa in einem Kauf- oder Mietrechtsstreit. Zur Kontrolle setzt § 99 lediglich eine Stichprobenprüfung neu ausgestellter Ausweise an, kein eigenes Verfahren für Ausnahmefälle.

Wer für ein Grenzfall-Gebäude – etwa ein knapp 50 m² großes Nebengebäude oder ein selten genutztes Ferienhaus – die Ausnahme in Anspruch nehmen will, sollte die Zweckbestimmung dokumentieren: Bauakte, Nutzungsbeschreibung, Heizungsauslegung.

bis zu 10.000 €

Bußgeldrahmen bei Verstößen gegen die Ausweispflichten

Ein Höchstrahmen, kein Regelbetrag — was tatsächlich verhängt wird, hängt vom Einzelfall ab.

§ 108 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 GModG

Der Rahmen gilt, wenn trotz fehlender Ausnahme verkauft oder vermietet wird, ohne einen Ausweis vorzulegen. Verletzt ist dann § 80 Abs. 4 Satz 1, bei Vermietung in Verbindung mit Absatz 5; den Rahmen setzt § 108 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2. Eine versäumte Aushangpflicht dagegen ist nicht bußgeldbewehrt.

Drei Fälle, die keine Ausnahme sind

Keine Ausweis-Ausnahme, obwohl oft so zitiert

  • § 105 — erlaubt bei Baudenkmälern nur, von den materiellen energetischen Anforderungen abzuweichen
  • § 104 — vereinfacht nur die Neubau-Nachweispflicht für kleine Gebäude aus Raumzellen
  • Geplanter Abriss — dafür gibt es keinen gesetzlichen Ausnahmetatbestand

§ 105 erlaubt bei Baudenkmälern nur, von den materiellen energetischen Anforderungen abzuweichen, wenn Substanz oder Erscheinungsbild beeinträchtigt würden – mit dem Energieausweis hat das nichts zu tun; die einzige Ausweis-Ausnahme für Denkmäler steht in § 79 Abs. 4 Satz 2. § 104 (kleine Gebäude aus Raumzellen) vereinfacht die Neubau-Nachweispflicht; eine Ausweisfreiheit ergibt sich aus dem Wortlaut nicht.

Für eine geplante Abrissimmobilie gibt es ebenfalls keinen gesetzlichen Ausnahmetatbestand. Die Verwaltungspraxis hält einen Ausweis dann für „offensichtlich zweckwidrig“ – schränkt das aber ausdrücklich ein: nicht bei Modernisierungsbedarf, Sanierungsbedürftigkeit oder geplanter Nutzungsänderung.

Was sich zum 1. Januar 2027 ändert

Regelung Bis 31.12.2026 Ab 01.01.2027
Ausnahmenkatalog § 2 Abs. 2 (Nr. 1–9) Gilt wie beschrieben Nach dem Regierungsentwurf unverändert
Kleines Gebäude, Flächenschwelle „Nicht mehr als“ 50 m² Gebäudenutzfläche „Weniger als“ 50 m² Nettoraumfläche nach DIN 277
Baudenkmal-Teilausnahme Gilt nach § 79 Abs. 4 Satz 2 Offen
Behördliche Befreiung Ausgeschlossen für Teil 5 Keine Änderung im Entwurf erkennbar

Für den Ausnahmenkatalog selbst gilt damit: Wer heute unter § 2 Abs. 2 fällt, fällt nach dem bisher bekannten Gesetzesstand auch 2027 noch darunter. Anders bei den Definitionen rund um „kleines Gebäude“ – hier lohnt sich 2027 eine erneute Prüfung, besonders bei Flächen nahe der 50-m²-Grenze.

Häufige Fragen

Wann braucht man keinen Energieausweis?

Wenn das Gebäude nach seiner Zweckbestimmung weder beheizt noch gekühlt wird, wenn es unter einen der neun Ausnahmefälle des § 2 Abs. 2 fällt, wenn es ein „kleines Gebäude“ mit nicht mehr als 50 m² Nutzfläche ist – oder wenn schlicht kein Anlass wie Verkauf, Vermietung oder Neubau vorliegt.

Braucht ein landwirtschaftliches Gebäude einen Energieausweis?

Ställe, Gewächshäuser, offen gehaltene Betriebsgebäude und kaum beheizte Betriebsgebäude sind ausgenommen – das Wohnhaus auf demselben Hof dagegen nicht.

Braucht ein denkmalgeschütztes Haus einen Energieausweis?

Beim Verkauf und bei der Vermietung nicht. Bei einem Neubau oder einer bilanzierten Änderung bleibt die Pflicht bestehen, weil § 79 Abs. 4 Satz 2 nur § 80 Abs. 3 bis 7 ausnimmt.

Kann ich mich von der Energieausweispflicht befreien lassen?

Nein. § 102 Abs. 2 nimmt die Energieausweise ausdrücklich von der Befreiungsmöglichkeit des § 102 Abs. 1 aus.

Braucht ein Ferienhaus einen Energieausweis?

Nicht, wenn es bestimmungsgemäß für weniger als vier Monate jährlich genutzt wird oder sein Verbrauch unter 25 Prozent des Ganzjahreswerts liegt.

Was kostet es, wenn ich den Energieausweis zu Unrecht weglasse?

Für Verstöße gegen die Vorlage- oder Ausstellungspflicht sieht das Gesetz ein Bußgeld bis zu 10.000 Euro vor.

Quellen (13)
  1. Neues Gebäudemodernisierungsgesetz — Bundesregierung
  2. § 2 GModG – Anwendungsbereich — gesetze.legal
  3. § 79 GModG – Geltungsbereich Energieausweise — gesetze.legal
  4. § 80 GModG – Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen — gesetze.legal
  5. Auslegung zu § 2 Abs. 1 GEG (Tiefkühlhäuser) — Projektgruppe GEG der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz / gmodg.bund.de
  6. § 3 GModG – Begriffsbestimmungen (kleines Gebäude, Nutzfläche) — lxgesetze.de
  7. Regierungsentwurf GModG mit Begründung (BT-Drs. 21/6278) — Deutscher Bundestag (Bundestags-Drucksache)
  8. Update zum GModG — Öko-Zentrum NRW
  9. § 102 GModG – Befreiungen — gesetze.legal
  10. § 99 GModG – Stichprobenkontrolle — lxgesetze.de
  11. § 108 GModG – Bußgeldvorschriften — lxgesetze.de
  12. §§ 104–106 GModG – Kleine Gebäude/Raumzellen, Baudenkmäler, gemischt genutzte Gebäude — lxgesetze.de
  13. FAQ Energieausweise des GEG-/GModG-Infoportals — Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / gmodg.bund.de (Bundesportal)

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Rechtsstand: Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.