Redaktion
Petra Knigge
Energieberaterin
Petra Knigge gehört zur Redaktion des Energieausweis-Blogs.
Bei den unten aufgeführten Beiträgen ist sie als fachliche Prüferin hinterlegt.

Fachlich geprüft von Petra Knigge
37 Beiträge
Energieausweis im Inserat: die fünf Pflichtangaben
Liegt ein Energieausweis vor, braucht jede einzelne Anzeige fünf Angaben (§ 87 GModG). Welche das sind, wen es trifft und was ein Verstoß kostet.
Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis: Welcher gilt für Sie?
Meist dürfen Sie frei wählen — außer beim Neubau, bei kleinen Altbauten mit Bauantrag vor 1977 und ohne Verbrauchsdaten. Was für Ihr Haus gilt.
Vorlagepflicht: Wann Sie den Energieausweis zeigen müssen
Spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorlegen, nach Vertragsschluss übergeben. Eine Kopie genügt — verpflichtet sind Eigentümer und Makler.
Energiepass oder Energieausweis: Gibt es einen Unterschied?
Energiepass steht in keinem Gesetz — amtlich heißt es Energieausweis. Woher das Wort stammt und ob ein Dokument von 2004 heute noch gilt.
Leerstand im Verbrauchsausweis: Zuschlag statt Abzug
Leerstand verbessert den Kennwert nicht, er verschlechtert ihn: ab Faktor 0,05 wird zugeschlagen. Über 0,3 bleibt nur noch der Bedarfsausweis.
kWh/(m²·a) im Energieausweis: was die Einheit bedeutet
Im Nenner steht nicht Ihre Wohnfläche, sondern die Gebäudenutzfläche. Warum der Faktor 1,2 im Gesetz steht und welche Zahl die Effizienzklasse trägt.
Warmwasser im Energieausweis: immer im Kennwert enthalten
Warmwasser steckt ausnahmslos im Kennwert (§ 82 Abs. 2 GModG), ausgewiesen wird nur eine Zahl. Welche zwei 20-kWh-Regeln dabei ständig verwechselt werden.
Energieausweis online erstellen: erlaubt oder nicht?
Online ist erlaubt — das Gesetz kennt keinen Vertriebsweg, nur die Datenaufnahme: begehen oder Bildaufnahmen. Wann der Ortstermin sein Geld wert ist.
Denkmal und Ensembleschutz: Wann der Energieausweis entfällt
Häuser im geschützten Ensemble gelten als Baudenkmal und sind bei Verkauf und Vermietung befreit — beim Neubau nicht. Eine Erhaltungssatzung genügt nicht.
Holzheizung im Energieausweis: warum die Klasse bleibt
Holz hat mit 0,2 den niedrigsten Primärenergiefaktor aller Brennstoffe. Die Effizienzklasse folgt aber der Endenergie — die fällt bei Holz eher höher aus.
Anbau und Erweiterung: Neuer Energieausweis nötig?
Ein Anbau allein löst keine Ausweispflicht aus: § 80 Abs. 2 GModG verlangt einen neuen Ausweis nur bei Gesamtgebäude-Berechnung. Was trotzdem Pflicht ist.
Energieausweis für Nichtwohngebäude: Kennwert und Aushang
Eigenes Muster, fünf Energieanwendungen, Nettogrundfläche — und bis Ende 2026 keine Effizienzklasse. Aushangpflicht über 250 bzw. 500 Quadratmetern.
Energieausweis steuerlich absetzen: nur bei Vermietung
Vermieter setzen die Kosten voll als Werbungskosten ab, Selbstnutzer gar nichts — das Anwendungsschreiben zu § 35a EStG nennt den Ausweis ausdrücklich.
CO₂ im Energieausweis: wo die Zahl steht und was sie sagt
Die CO₂-Angabe steht in beiden Ausweistypen (§ 85 GModG) — neu ist sie nicht. Warum sie für die Heizkostenabrechnung nach CO2KostAufG nicht taugt.
Brennwert- oder Niedertemperaturkessel? So erkennen Sie es
Amtlich benannt ist genau ein Merkmal: der Kondensatablauf. Warum der Kesseltyp den Kennwert bewegt und was gilt, wenn sich die Bauart nicht klären lässt.
Photovoltaik im Energieausweis: Warum die Klasse bleibt
PV senkt den Primärenergiewert, nicht den Buchstaben — die Klasse folgt der Endenergie. Zum 1. Januar 2027 ändert das GModG genau diesen Punkt.
Wer zahlt den Energieausweis? Verkäufer, Vermieter, Käufer
Keine Norm regelt die Kosten, nur die Vorlagepflicht. Weil die spätestens bei der Besichtigung fällig ist, zahlt praktisch immer die Anbieterseite.
Was kostet ein Verbrauchsausweis? 49 bis 369 Euro
Eine Gebührenordnung gibt es nicht: Am 16. August 2026 lagen sechs Anbieter zwischen 49 und 369 Euro. Preisbestimmend ist der Erhebungskanal.
Energieausweis bei Etagenheizung: welche Daten zählen
Auch bei Etagenheizungen ist der Verbrauchsausweis zulässig: jede Therme 36 Monate getrennt erfassen, dann addieren. Fehlt eine, bleibt der Bedarfsausweis.
Haus ohne Heizung: Energieausweis trotzdem Pflicht
§ 2 GModG stellt auf die Zweckbestimmung ab, nicht auf den Heizraum. Ohne Abrechnungen bleibt der Bedarfsausweis: erst Heizung festlegen, dann beauftragen.
Energieausweis: welche Unterlagen der Aussteller braucht
Eine gesetzliche Pflichtliste gibt es nicht — § 83 gibt dem Aussteller ein Wahlrecht. Der Verbrauchsausweis lebt von 36 Monaten Abrechnungen.
Energieausweis und Miete: Was der Kennwert wirklich zählt
Der Kennwert kommt im Mietrecht nicht vor. Der Ausweis begründet keine Mieterhöhung — wirksam wird die Energetik nur über den Mietspiegel der Gemeinde.
Energieausweis Eigentumswohnung: wer zahlt, wer vorlegt
Es gibt nur den Ausweis des Hauses. Die WEG beschafft ihn, bezahlt wird nach Miteigentumsanteilen — vorlegen müssen Sie ihn beim Verkauf selbst.
Energieausweis Mehrfamilienhaus: einer für alle Wohnungen
Ein Mehrfamilienhaus bekommt genau einen Energieausweis (§ 79 Abs. 2 GModG) — für jede Wohnung, zehn Jahre lang. Wann doch zwei nötig sind und wer zahlt.
Sanierungsbedürftiges Haus verkaufen: Energieausweis nötig?
Die Pflicht hängt am Verkauf, nicht am Zustand. Nur ein bevorstehender Abriss befreit — beim kleinen Altbau ist oft der Bedarfsausweis zwingend.
Neue Heizung: Was sich am Energieausweis wirklich ändert
Ein reiner Energieträgerwechsel lässt die Effizienzklasse unberührt — sie folgt der Endenergie. Eine Wärmepumpe kann sie um mehrere Stufen heben.
GEG 2026: Was sich beim Energieausweis wirklich ändert
Beim Energieausweis ändert sich 2026 fast nichts: Das GEG heißt jetzt GModG. Die neuen Ausweisregeln stehen in Artikel 2 und gelten ab dem 1. Januar 2027.
Energieausweis im Erbfall: was Erben wissen müssen
Der Erbfall löst keine Ausweispflicht aus — der Ausweis des Erblassers gilt weiter. Pflicht wird er erst, wenn Erben verkaufen oder neu vermieten.
Bauantrag vor 1977: Wann der Bedarfsausweis Pflicht ist
Nicht das Baujahr zählt, sondern der Bauantrag vor dem 1. November 1977 — bei unter fünf Wohnungen. Wer nachgerüstet hat, darf wieder frei wählen.
Zwangsversteigerung: kein Energieausweis beim Zuschlag
Der Zuschlag nach § 90 ZVG ist kein Verkauf im Sinne des § 80 Abs. 3 GModG — niemand muss vorlegen. Für den Ersteher gilt die Pflicht ab dem Zuschlag voll.
Energieausweis nach Sanierung: nur in einem Fall Pflicht
Neu ausstellen müssen Sie nur, wenn nach § 38 für das ganze Gebäude gerechnet wurde. Bei Einzelmaßnahmen bleibt der alte Ausweis gültig — auch veraltet.
Energieausweis-Bußgeld: bis 10.000 Euro, aber wofür?
Nicht der fehlende Ausweis kostet Geld, sondern Nichtvorlegen, Nichtübergeben und die fehlende Angabe im Inserat. Fahrlässig halbiert sich der Rahmen.
Energieausweis beim Neubau: Was Bauherren beachten müssen
Beim Neubau ist der Bedarfsausweis Pflicht, unmittelbar nach Fertigstellung (§ 80 Abs. 1 GModG). Wen die Pflicht trifft und warum bis 10.000 Euro drohen.
Wann Sie keinen Energieausweis brauchen: die Ausnahmen
Meist fehlt schlicht der Anlass. Dauerhaft ausgenommen sind unbeheizte Gebäude, die neun Arten des § 2 Abs. 2 und kleine Gebäude bis 50 Quadratmeter.
Energieausweis erneuern: wann Pflicht, wann nicht
Zehn Jahre gültig, nicht verlängerbar. Neu wird er erst bei Verkauf, Neuvermietung oder Neubau fällig — wer selbst wohnt, darf ihn ablaufen lassen.
Wer stellt den Energieausweis aus? § 88 GModG erklärt
Vier Berufsgruppen nach § 88 GModG, dazu der BAFA-Weg seit 2024. Ein amtliches Prüfregister gibt es nicht — so prüfen Sie die Berechtigung selbst.
Energieausweis beim Hausverkauf: Pflicht, Fristen, Bußgeld
Vorlegen spätestens bei der Besichtigung, übergeben nach Vertragsschluss — eine Kopie genügt. Fünf Pflichtangaben ins Inserat, sonst bis 10.000 Euro.