Kosten & Anbieter
Was ein Energieausweis kostet, woraus sich der Preis ergibt und woran unseriöse Angebote erkennbar sind.
Das Wichtigste in 3 Sätzen
- Der Preis hängt vor allem an der Ausweisart und daran, ob ein Ortstermin nötig ist.
- Verbrauchsausweise sind günstiger als Bedarfsausweise, weil sie keine Bauteilaufnahme brauchen.
- Wer ausstellen darf, ist in § 88 GModG geregelt — das ist das erste Prüfmerkmal bei jedem Angebot.

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Energieausweis online erstellen: erlaubt oder nicht?
Online ist erlaubt — das Gesetz kennt keinen Vertriebsweg, nur die Datenaufnahme: begehen oder Bildaufnahmen. Wann der Ortstermin sein Geld wert ist.
Energieausweis steuerlich absetzen: nur bei Vermietung
Vermieter setzen die Kosten voll als Werbungskosten ab, Selbstnutzer gar nichts — das Anwendungsschreiben zu § 35a EStG nennt den Ausweis ausdrücklich.
Wer zahlt den Energieausweis? Verkäufer, Vermieter, Käufer
Keine Norm regelt die Kosten, nur die Vorlagepflicht. Weil die spätestens bei der Besichtigung fällig ist, zahlt praktisch immer die Anbieterseite.
Was kostet ein Verbrauchsausweis? 49 bis 369 Euro
Eine Gebührenordnung gibt es nicht: Am 16. August 2026 lagen sechs Anbieter zwischen 49 und 369 Euro. Preisbestimmend ist der Erhebungskanal.
Häufige Fragen zu Kosten & Anbieter
Woran erkenne ich ein unseriöses Angebot?
An fehlender Angabe der Ausstellungsberechtigung, an einem Bedarfsausweis ohne jede Rückfrage zu Bauteilen und an Registriernummern, die erst nach Zahlung angekündigt werden.
Warum bekomme ich für dasselbe Gebäude so unterschiedliche Preise?
Weil sehr Verschiedenes angeboten wird: reine Online-Erfassung ohne Begehung gegenüber Aufmaß vor Ort mit Bauteilprüfung. Vergleichbar sind Angebote erst innerhalb derselben Ausweisart und Leistungstiefe.
Ist der Ausweis steuerlich absetzbar?
Bei vermieteten Objekten sind die Kosten in der Regel Werbungskosten. Für selbst genutztes Eigentum gilt das nicht. Die Einordnung im Einzelfall gehört in die Steuerberatung.